Ist Afrika vom Massentourismus betroffen?

Ist Afrika vom Massentourismus betroffen?Der Tourismus ist in vielen Staaten der Welt, auch in Afrika, ein Hauptwirtschaftszweig geworden. Nachdem immer mehr Europäer den Urlaub in Ausland schätzen, und sich diesen auch gern etwas kosten lassen, nehmen die Touristen in manchen Gegenden rapide zu. Je stärker aber die Anpassungen an die Erfordernisse des Tourismus werden, je mehr werden kulturelle und traditionelle Gewohnheiten nur noch als inszenierte Show für die Besucher weitergeführt. Der Tourismus ist dann im Begriff, eine Monokultur zu werden. Ganze Regionen ordnen sich diesem Profitstreben unter, und geben ihr eigentliches Leben auf.

Folge davon ist auch die teilweise „Verwestlichung“ mancher Gegenden, die ihre eigene Geschichte und Tradition weitgehend verdrängen. Das für die Touristen so beliebte „Fremdländische“ wird verfälscht, um es den Reiseveranstaltern entsprechend zu präsentieren. Wenn dies in großem Rahmen passiert, spüren das auch die Besucher, und beklagen sich dann über „Touristenfallen“ und den Verlust der Ursprünglichkeit der Region. Auch die Schäden an Umwelt und Natur sind nicht immer gering. Der von vielen Touristen zurückgelassene Müll ist ein weiteres Problem. Abwasser und Müll müssen entsorgt werden, was nicht unerhebliche Kosten verursacht.

Der Tourismus beeinträchtigt nicht selten bestehende Naturräume, Biotope oder Ökosysteme. Der sanfte Tourismus wurde deshalb besonders in den letzten Jahren als Gegenoffensive begründet. Gut beraten ist, wer in wenig bekannte Orte Afrikas ausweicht, um dort seinen Urlaub zu verbringen. Denn der Massentourismus beschränkt sich hier noch auf die großen Urlauberorte, die vielfach beworben werden, während man auch noch idyllische Gegenden mit herrlicher Ruhe findet. Viele Ausflüge, die man vor Ort bucht, werden von 8-10 Urlaubern gemacht, und sind somit relativ individuell.

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