Schwer- und Hilfstransporte durch Afrika – LKW`s am Limit

Schwer- und Hilfstransporte durch Afrika - LKW`s am LimitUnter extremen klimatischen Bedingungen werden Motoren und Getriebe eines LKW extrem belastet. Sand, Hitze und in einigen Regionen auch nächtliche Kälte stellen hohe Anforderungen. Große Strecken lassen sich am besten über die Trans-African Highways bewältigen. Sie sind ein System transkontinentaler Straßen, die von der Wirtschaftskommission für Afrika, der afrikanischen Entwicklungsbank und der Afrikanischen Union betrieben werden. Sie dienen der Förderung der afrikanischen Wirtschaft und lindern die Armut und tragen zur Entwicklung des Handels bei.

Ausrüstung und Ersatzteile müssen vielleicht eingeflogen werden

Allerdings sind diese Straßen von einer ganz anderen Qualität, wie sie Europäer kennen, sodass es sich in jedem Fall empfiehlt, mit der LKW-Versicherung und der nötigen Ausrüstung das Schadensrisiko zu minimieren und in jedem Fall den LKW so auszurüsten und einzustellen, dass die große Belastung nicht zu Motorschäden führt. Außerdem sollte bei Reisen durch Afrika immer ein Mechaniker im Team sein, da es in vielen Gebieten unmöglich ist, eine Werkstatt zu finden. Entsprechend sollten auch alle wichtigen Ersatzteile zur Ausrüstung gehören, denn im schlimmsten Fall müssen Ersatzteile eingeflogen werden, sodass ein Motorschaden zu einer wochenlangen Pause führen kann.

Afrikanisches Fernstraßennetz

Die Straßen der Trans-African-Highways sind zu mehr als 50 Prozent asphaltiert. Ihre Erhaltung ist aufgrund unterschiedlicher Bedingungen ein großes Problem. Es gibt im gesamten Netz noch viele fehlende Teilstücke. Besonders nach schweren Regenfällen oder nach Steinschlag oder Sandstürmen erweisen sich bestimmte Abschnitte immer wieder als unpassierbar. Allerdings schränkt auch die Einschätzung einiger Regierungen, die die Straßen nicht für wichtig halten und deshalb nicht unterhalten, die Befahrbarkeit ein. Nur zwei der fünf Großregionen Afrikas sind wirklich miteinander verbunden. Nord- und Westafrika sollen bald komplett mit Straßen durch die Sahara verbunden sein. Allerdings fehlen in Zentralafrika asphaltierte Straßen fast komplett. Dies behindert sowohl den Verkehr von Ost- nach West als auch den innerafrikanischen Verkehr. Die Geografie, der Regenwald und das Klima in der Mitte des Kontinents, besonders in den Einzugsgebieten des südlichen und mittleren Kongo, des Ubangi, des Sangha und des Sanaga, stellen große Hindernisse dar. Asphaltierte Straßen in diesen Gebieten bestehen meist nur für kurze Zeit.

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